2. Bericht aus Bolivien (2.8.2003)


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La Paz, 2.8.2003

Liebe Freunde,

seit unserem letzten Rundbrief hat sich viel ereignet, so dass es höchste Zeit ist, wieder ein paar Zeilen gen Heimat zu schicken.

Nach wie vor waren wir in den letzen 14 Tagen mit Messungen in der Cordillera Real, ganz in der Nähe von La Paz beschäftigt. Unser zweiter Messort war ein Pass von 4500 m Höhe zwischen dem Illimani und seinem nördlichen Nachbarn, dem Mururata. Hier wurden wir erstmals mit frostigen Nächten konfrontiert. Doch Dank der Zufuhr relativ milder Luft aus den Yungas, dem östlichen Amazonasbecken, sank das Thermometer nicht unter —3 Grad. Wer sich ein wenig bewegen wollte, stieg in einer Dreiviertelstunde auf Mont-Blanc-Höhe hinauf und konnte den überragenden Blick auf den vielgipfligen Illimani genießen.

Nachdem die Probleme mit den Flugzeugantrieben noch nicht gelöst werden konnten, kam beim anschließenden Zwischenaufenthalt im Institut in La Paz die Rettung: Wolfgang hatte noch privat einen Flieger dabei, dessen Motor-Regler nicht von dem Software-Virus befallen war. Ein Probelauf am Boden brachte Gewissheit: die Motoren wurden korrekt kommutiert und blieben kalt, so wie es eigentlich immer der Fall war. Die Flüge an den beiden folgenden Messplätzen mussten nun mit einem einzigen Regler bewältigt werden. Nachschub war zwar bestellt, aber noch nicht eingetroffen.

Der dritte und bedeutendste Messplatz sollte in der Gegend von Sorota am nördlichen Ende der Cordilliera Real gefunden werden. Diese Gegend wird von oppositionellen Campesinos beherrscht, die ihre Interessen gegenüber der Regierung vorrangig mit länger andauernden Straßenblockaden durchzusetzen versuchen. So geschehen noch eine Woche vor unserer Abreise in das besagte Gebiet. Momentan schien aber Ruhe zu herrschen und so zogen wir unbesorgt los.

Der Weg führte uns vom trockenen Altiplano wieder gen Osten in die Berge, die von feuchter Amazonasluft durchdrungen waren. Auf 4500 m steckte unsere Kolonne in Kälte und Nebel fest, aber da der anvisierte Messplatz nicht weit entfernt sein konnte, gab Jochen die Order, das Lager hier aufzuschlagen. Dass es dabei noch anfing zu schneien, trug nicht gerade zur Aufmunterung der Mannschaft bei.

Am nächsten Morgen teilte sich die Gruppe. Wer Glück hatte, wie die Piloten, durfte wieder ein Stück Tal aus in die Sonne fahren. Die übrigen sollten oben auf Wetterbesserung warten. Diese trat jedoch den ganzen Tag nicht ein. Im Tal konnten wir über sechs Stunden den Wind vermessen. Mit den Modellflugzeugen wurden nebenbei schöne Wolkenformationen fotografiert, wie z.B. das Bild vom Titicacasee.

José, der Chef unseres Reiseveranstalters, der uns auf allen Touren begleitet, nahm Kontakt zur Bevölkerung auf, um sie über unsere Experimente zu informieren. Die Offiziellen standen dem Ganzen äußerst skeptisch gegenüber, während die übrige Bevölkerung, besonders natürlich die Kinder, großes Interesse an unseren bunten Ballons und Fliegern hatten. José hörte derweil heraus, dass unsere Anwesenheit nicht gerade willkommen sei und wir die Messkampagne in diesem Tal möglichst kurz halten sollten.

Beim Abendessen, nach wie vor in der besagten Nebelküche auf 4500 m, rückte er dann mit der Wahrheit heraus, die er tagsüber noch für sich behalten hatte: Wir sollten im Interesse der eigenen Sicherheit den Ort schleunigst verlassen. Hinzu kam auch eine Rückzugsorder der Institutsleitung in La Paz, wo man von geplanten neuen Straßensperren in unserer Gegend erfahren hatte. Da nun bekannt war, dass sich eine Forschergruppe mit ausländischer Beteiligung im Krisengebiet aufhielt, wäre es für die Campesinos ein gefundenes Fressen, uns mit einer Straßensperre festzusetzen.

Folglich wurden Pläne geschmiedet, wie man unbehelligt nach La Paz zurückkehren konnte. Als einige Alternative zur direkten, aber gefährdeten Straßenverbindung gab es nur die Möglichkeit, über den nahen Pass in die Yungas hinab zu fahren, um an einer anderen Stelle wieder einen Weg nach La Pas zu finden. Der Umweg wäre jedoch gewaltig. Also wurde beschlossen, den direkten Weg zu nehmen und zwar noch am selben Abend und nicht erst am nächsten Tag.

Innerhalb einer guten Stunde war das gesamte Lager im Nebel abgebaut und verstaut. Die Bolivianer waren sichtlich nervös ob der Dinge, die in der Nacht noch auf sie zukommen könnten. Zur Beruhigung verteilten sie Coca-Blätter. Gegen 10 Uhr ging’s los. Nach einer Viertelstunde kam der Konvoi zum Stillstand, die rechte Blattfeder eines Anhängers war gebrochen. Es schien aber möglich zu sein, weiter zu fahren. Nach weiteren 15 min war es dann aus mit der Hoffnung. Die Feder wurde in deutsch-bolivianischer Gemeinschaftsarbeit repariert. Von da ab ging’s noch langsamer voran. In den Autos herrschte Totenstille, nur gelegentlich ein kurzer Funkspruch auf Spanisch.

Als wir nach zwei Stunden unbehelligt durch das Dorf gekommen waren, in dem wir tagsüber gemessen hatten, lockerte sich die Stimmung schlagartig auf. Als wir dann auch noch Achacachi, das Zentrum der Straßensperren, hinter uns gelassen hatten, war die Sache gelaufen. Wir waren den Rebellen entkommen. Gegen drei Uhr kamen wir im Institut an, wo wir mangels Hotelbuchung die Nacht verbrachten.

Der Sonntag, der 27. Juli wurde zum Ruhetag deklariert, und für die folgenden drei Tage, die wir eigentlich noch in der Gegend von Sorata verbringen wollten, haben wir uns Milluni am Weg zum Zongo-Pass ausgesucht. Unser Lager stand diesmal auf 4600 m auf dem ebenen Talboden. Am ersten Nachmittag konnte noch gearbeitet werden. Das Wetter war fantastisch.

Gegen Abend dann Eintrübung und leichter Schneefall. Kein Problem, wir waren gut ausgerüstet. Um halb zwei Nachts allerdings Platznot in den Zelten. Inzwischen waren 15 cm Schnee gefallen und drohten unsere eher für den Sommereinsatz konzipierten Zelte zu erdrücken. Von innen konnten wir zumindest die Dächer von ihrer Last befreien und das Schlimmste verhindern.

Am nächsten Morgen Sonnenschein in einer völlig verschneiten Landschaft. Wir fingen gleich mit dem Schneeräumen an, ganz wie bei uns im Winter, wenn’s dort alle 10 Jahre mal eine vergleichbare Menge Schnee gibt.

Unsere Messungen wurden durch die Witterung nicht behindert. Ganz im Gegenteil, die Piloten sahen die Flieger über der reflektierenden Schneedecke besser denn je. Folglich schafften Philip und Wolfgang je 2 Flüge auf über 2000 m. Wolfgang flog mit der Bordkamera und schoss spektakuläre Fotos in 6700 m absoluter Höhe, das sind 600 m über dem Huayna Potosi (6088 m). Wer die Fotos sieht, wird kaum glauben, dass sie aus einem Modellflugzeug stammen.

Wir Piloten kamen in Milluni wirklich voll auf unsere Kosten. Morgens konnten die maximalen Höhen ausgeflogen werden. Nachmittags gab es Wolkenslalom, zum teil noch Höhen von über 1500 m. Philip schaffte einmal reichlich 2300 m über Grund (durch ein kleines Loch in den Wolken), und verfehlte unser fliegerisch-sportliches Ziel von 7000 m über dem Meer nur um wenige Meter.

Wegen des guten Wetters haben wir den Mittwoch noch als dritten Messtag angehängt und damit auf die Fahrt zum Chacaltaya und die eventuelle Gipfelbesteigung (5395 m) verzichtet. Wir hoffen, dass sich später noch eine Gelegenheit ergibt.

Was sonst auf dieser Tour noch passierte: Als unser weißer Jeep den Polizei-Checkpoint in Milluni passierte, brach die altersschwache Schranke ab und zertrümmerte die Windschutzscheibe. Zum Glück kam niemand zu Schaden. Das Nachspiel ist ein Gerangel um die Verantwortung: die Schranke wurde von einem Polizeibeamten bedient, ist jedoch Eigentum eines Stromversorgungsunternehmen. Mal sehen, wer letztendlich den Schaden von 600 Dollar bezahlt.

Zurück im Institut waren die neuen Regler für unsere Flieger eingetroffen. Wolfgang baute sie ein, während Philip kleinere Blessuren an dem bisher einzigen eingesetzten Flieger kurierte. Nach inzwischen 39 Flügen hat es noch keinen Bruch gegeben, obwohl in über 4000 m die Landegeschwindigkeiten verdammt hoch sind.

Am Donnerstag Morgen traf dann auch Stephan Lämmlein zur Verstärkung unseres Pilotenteams ein, begleitet von Jochens Frau Anne und deren Freundin Karin.

Der Freitag stand im Zeichen der Kultur und weiterer Überraschungen. Wir fuhren mit 2 Jeeps nach Tiahuanaco, dem Zentrum der gleichnamigen Kultur, die zur Zeit ihres Höhepunktes (800 bis 1200 n.Chr.) den ganzen Altiplano beherrschte, bis sie schließlich von der Inka-Kultur abgelöst wurde. Es gab alte Tempelruinen sowie 2 Museen zu besichtigen.

Auf der Rückfahrt dann das nächste Ereignis: Im Fahrwerk des roten Jeeps wurde es laut und an einem Eisenbahnübergang war es dann soweit: wir wurden von unserem eigenen Hinterrad überholt und fuhren ein Stück auf drei Rädern, bis sich der Wagen hinten links auf die Bremstrommel absenkte. Das Rad wurde aus dem Graben geborgen und durch das Reserverad ersetzt. Die Bremse war unrund und lief auf der restlichen Strecke so heiß, dass wir nur noch mit Mühe und langen Pausen in den steilen Talkessel von La Paz hinunter kamen. José war außer sich, denn die Räder waren erst am Vortag gewechselt worden. Sein Kommentar: El mechanico belongs to be killed.

Heute am Samstag wurden letzte Planungen und Besorgungen vor der Abreise in den Süden erledigt. Am Abend werden die Autos gepackt. Morgen um acht geht es nach Uyuni, von da auf den 100 x 100 km großen Salar (Salzsee) und weiter bis zur Laguna Verde im Südwestzipfel des Landes. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir von dort nicht per E-mail berichten können. Somit kann unser nächster Bericht erst nach dem 20. August abgeschickt werden.

Bis dann freuen wir uns auf spannenden Reisetage und wertvolle Messergebnisse.

Viele Grüße von

Jan, Jochen, Martin, Philip, Ritschie, Sepp, Steffi, Stephan und Wolfgang

 



Dear Friends,

I am running out of time, so my English version of this report can only be a short summery of the last two weeks’ events.

We were still examining winds in the Cordillera Real near La Paz. Three measurement locations, all at least 4500 m above MSL were chosen. However, as the Cordillera is fed with relatively warm air from the Amazonas low lands in the east, night temperature fell only down to —3 … -6 degrees C.

The problems with the electronic speed controllers could be identified as a software error, but not be solved because new hardware from Germany had not yet arrived. Fortunately, Wolfgang had taken a private model to Bolivia, equipped with a similar ESC which is not affected by the software virus. So we could fly with this controller having no spares available in case of a crash or loss.

The third measurement location — the most interesting one for the meteorologists — was situated near Sorata, a region that is controlled by rebelling campesinos, making pressure to the official government by frequent road blocks, as just happened the week before. We camped in fog and cold at 4500 m MSL (nobody ever saw where we exactly stayed) and worked in pretty sunshine, only some kilometers down the valley.

José, the boss of our organising travel agency established the contact with the local people and informed them about our project. The officials from the near-by village were somewhat suspicious, especially when they saw our "spy" camera on the model. All other people and the children, however, were fascinated by our red balloons and the colourful models.

When we returned to our camp — still in cold and fog — José told us that our presence in this area was all but welcome and that we had better leave the site as soon as possible. Furthermore were received the order to immediately return to La Paz by the university responsibles who had got information on new road blocks.

We decided to leave as soon as possible, i.e. the same night to be faster than any road block could be established. Alternatives were discusses, as e.g. to descent to the Yungas (Amazonian low lands) and to find another way back to LP. But the additional mileage was unacceptable.

So were cleared our camp within one hour and took the direct road to LP. The critical villages were passed without any difficulties around midnight. We had escaped from being blocked and were happy to return to the institute at a quarter passed three in the night.

As we could not extend our measurements in Sorata to four days as envisaged, we had three days left for another site. This site was decided to be Milluni valley, leading via the Zongo pass into the Yungas. We again camped at 4600 m MSL right at the base of Huayna Potosi (6088 m), second highest peak close to LP. Flying conditions were excellent and Philip and Wolfgang each succeeded twice in climbing up to more than 2000 m above ground. Wolfgang again took some superb photos from altitudes as high as 6700 m MSL. Philip got up to 2311 m above ground though a hole in the clouds and had to descend as quickly as 17 m/s before the hole closed for ever. Flying slalom between clouds became usual each afternoon. With this flight, Philip missed our pilots’ personal goal to reach 7000 m only by a few meters. We surely will have another chance.

During the night from Monday to Tuesday, heavy snowfall appeared (6 inches) and we got into problems with our tents being designed only for summerly conditions. On the other hand, snow covered landscape enhanced visibility of our plane (by intense reflection) such that the observer clearly saw the airplane without binoculars at 2000 m altitude.

Back in LP on Wednesday, the new ESCs had arrived and were tested and mounted. Philip repaired some minor damages of the only plane (out of eight) we had used by then. 39 flights have been accumulated by now.

Thursday morning, our third pilot, Stephan, arrived together with Anne, Jochen’s wife, and her friend Karin.

Friday was dedicated to a cultural excursion to Tiahuanaco. This town had been the centre of the Tiahuanaco cult mainly from 800 to 1200 when it controlled all the Altiplano. Later, it was followed by the Incas. We visited the old ruins and two excellent museums.

On our way back, we got into trouble with one of our Jeeps. Conditions of Bolivian cars are not at its best. On a railway crossing we were overtaken by our own rear left wheel. I never thought it was possible to loose a wheel, but Bolivia made it possible. Replacement took its time because the mounting screws were severely damaged. Finally the drum break had suffered as well, causing problems (overheating) when we descended on steep roads into LP valley. Repair was mandatory today before leaving for our south Bolivia trip.

Today we packed our cars to be ready for departure on Sunday morning towards Uyuni where we will take measurements on the 100 x 100 km large Salar de Uyuni (salt lake). We than proceed to the extreme south, i.e. the Laguna Verde, a windy place situated at 4800 m elevation (best chance to reach 7000 m MSL).

Probably we will not be able to email messages from there. So our next report might not come before August 21st.

We are looking forward to exciting days in the salty, sandy, stony and windy regions of southern Bolivia.

Best regards from all our team,

Jan, Jochen, Martin, Philip, Ritschie, Sepp, Steffi, Stephan and Wolfgang


 

 

Chers amis,

depuis notre dernière lettre il s’est passé tellement de choses qu’il est grand temps de vous les raconter.

Pendant les derniers 15 jours, nous avons fait des campagnes de mesures dans la Cordillère Royale, aux environs de La Paz. Notre deuxième lieu de mesures a été un col à une altitude de 4500m entre l’Illimani et son voisin au nord, le Mururata. Là, pour la première fois, nous avons eu du gel nocturne. Grâce à l’apport de courrants relativement doux venant des Yungas, le bassin Est amazonien, le thermomètre n’est pas descendu en dessous de —3°. Pour qui voulait bouger un peu, il y avait la possibilité de monter en _ d’heure à une altitude équivalente à celle du Mont-Blanc d’où on avait une vue magnifique sur les sommets de l’Illimani.

Les problèmes de propulsion électrique des modèles n’a été réglé qu’après cette deuxième campagne. Wolfgang, qui a emmené un avion personnel, a eu l’idée d’installer son variateur électronique dans un Kali. Et miracle, celui-ci fonctionnait. Ainsi, il a été possible, avec un seul variateur, de faire les mesures nécessaires pendant les 2 campagnes suivantes, en attendant les nouveaux régleurs qui devaient arriver d’Allemagne.

Le lieu de la troisième campagne se trouvait dans les environs de Sorota, à l’extrémité nord de la Cordillère Royale. Cette région est dominée par des opposants ´ Campesinos ª, qui essaient d’imposer leurs intérêts vis-à-vis du gouvernement par des barrages sur les routes pouvant durer des semaines entières. Ce qui était le cas une semaine avant notre départ pour cette région. Depuis, le calme était revenu et c’est ainsi que nous sommes partis sans nous faire trop de soucis.

Nous avons donc pris la direction de l ‘Est, abandonnant l’Altiplano sec pour une région pénétrée par l’humidité montant du bassin amazonien. C’est ainsi que vers 4500m notre colonne s’est retrouvée au milieu d’un brouillard glacial. Jochen décida de planter les tentes. Le fait qu’il se mit à neiger n’améliora pas le moral !

Le lendemain, nous avons fait 2 groupes. Le groupe des pilotes a eu la chance de pouvoir redescendre vers la vallée où le soleil brillait. Les autres ont attendu sur place, en vain, une amélioration. Dans la vallée, nous avons pu, pendant plus de 6 heures, faire nos mesures. Nous avons pu aussi, à partir du modèle, faire de belles photos de formation de nuages, comme celle du lac Titicaca ci-jointe.

José, le chef de l’organisme de voyage qui nous accompagne, prit contact avec la population du village, à proximité duquel nous nous étions installés, pour leur expliquer ce que nous faisions. Les ´ officiels ª étaient très sceptiques, à l’encontre du reste des habitants et naturellement des enfants, qui étaient très intéressés par les avions et les ballons colorés. José eu l’impression que notre présence n’était que tolérée et que la campagne dans cette vallée devait être de courte durée.

Pendant le souper, de retour dans notre brouillard à 4500m, il nous dit la vérité, qu’il avait gardée pour lui toute la journée : nous devions, pour notre sécurité, quitter au plus vite la région. De plus, le directeur de l’institut de La Paz venait de nous informer par radio que de nouveaux barrages étaient en préparation. Le fait que des chercheurs étrangers se trouvaient dans le coin était un motif suffisant.

Nous avons donc essayé de faire un plan, comment gagner La Paz sans danger. La seule alternative à la route directe, mais dangereuse, était de passer par un col proche et de descendre dans les Yungas, et de là de trouver un autre passage vers La Paz. Ce qui était un détour considérable. Nous avons donc décidé de prendre la voie directe, mais le soir même.

En moins d’une heure nous avions démonté notre camps. Les Boliviens étaient très nerveux dans l’attente de ce qui les attendaient pendant la nuit et distribuèrent des feuilles de coca pour calmer un peu les tensions. Vers 22h00 nous étions prêts à partir. Après un quart d’heure de route, le convoi du s’arrêter : un ressort à lames d’une remorque avait lâché. Il semblait que l’on pouvait continuer comme ça. Mais après un autre quart d’heure, il était clair qu’il fallait réparer. Ce fut fait avec les moyens du bords, en bon travail collectif allemand-bolivien. A partir de là, nous ne pouvions plus avancer qu’encore plus lentement. L’atmosphère dans les voitures étaient très tendue.

C’est seulement après 2 heures, après que nous ayons passé sans encombre le village où, dans la journée, nous avions fait nos mesures, que l’humeur s’améliora sensiblement. Et quand nous eûmes traversé Achacachi, le centre des barrages, nous avons respiré. C’était gagné ! Nous avions échappé aux rebelles. Vers 3 heures du matin, nous étions enfin à l’institut où nous avons passé le reste de la nuit, manque de réservation à l’hôtel.

Nous avons déclaré le dimanche 27.7. comme jour de repos. Pour remplir les 3 jours suivants, que nous aurions du passer dans le nord, nous avons choisi d’aller à Milluni, sur la route du col Zongo. Notre camps se trouvait cette fois à 4600m sur un fond de vallée plat. Le premier après-midi, nous avons eu le temps de travailler encore un peu. Le temps était fantastique.

Vers le soir, le temps a tourné et il s’est mis à neiger légèrement. Pas de problème, nous étions bien équipés. Jusqu’à 2 heures du matin, où nous avons eu un certain manque de place dans les tentes. Il était tombé déjà 15 cm de neige qui pesaient sur le toit des tentes, plutôt conçues pour l’été, et menaçaient de les écraser. Nous les avons libéré de leur poids et avons ainsi écarté le pire.

Le lendemain matin, il faisait un temps magnifique : soleil sur un paysage enneigé. Nous avons commencé par dégager la neige. Nos mesures n’ont pas été gênées par les conditions météorologiques. Au contraire, les pilotes ont vu les avions mieux que jamais au dessus de la couche de neige qui reflétait. Philipp et Wolfgang ont pu faire 2 vols d’une altitude de plus de 2000m. Wolfgang fit un vol avec l’appareil digital à bord et prit des photos spectaculaires à 6700m, altitude absolue. Celui qui voit les photos aura du mal à croire qu’elles ont été prises à bord d’un modèle.

Pour nous pilotes, la journée a été très positive. Nous avons pu atteindre l’altitude maximale. L’après-midi, nous avons fait du slalom entre les nuages, en partie à une altitude de 1500m au dessus du sol. Philipp atteint même plus de 2300m (à travers un petit trou entre les nuages) et manqua de peu le but sportif que nous nous sommes fixés pour l’expédition :7000m au dessus de la mer.

A cause ou grâce au beau temps, nous avons ajouté un troisième jour de mesures et avons ainsi renoncé à l’excursion au Chacaltaya et à l ‘éventuelle montée au sommet (5395m). Peut-être aurons nous plus tard encore une possibilité.

Que s’est-il encore passé pendant ce tour ? Pendant que l’une de notre jeep passait un point de contrôle de police à Milluni, la barrière, plus de première jeunesse, s’est écrasée sur le pare-brise qui s ‘est brisé. Heureusement, personne n’a été blessé. La suite : une dispute pour savoir qui est responsable : la barrière a été manœuvrée par un policier mais appartient à une société productrice d’électricité ! On verra qui paiera les dégâts qui se montent à environ 600 dollars.

A notre retour à l’institut, les nouveaux régleurs étaient arrivés. Wolfgang les a intégrés aux avions pendant que Philipp réparait les petites blessures subites par le seul avion jusque là mis en service. Malgré 39 vols, il n’y a pas encore eu de gros dégâts, bien que la vitesse d’atterrissage à 4000m soit très grande.

Stephan Lämmlein est arrivé jeudi pour renforcer notre team de pilotes, accompagné d’Anne, la femme de Jochen, ainsi que de Karin son amie.

Nous avons consacré le vendedi à la culture et sommes allés visiter le site de Tiahuanaco, centre de la culture du même nom qui a dominé dur l’Altiplano de 800 à 1200 après JC, avant d’être relayé par les Incas.

Le prochain événement spectaculaire eu lieu sur le chemin du retour. Au bout d’un moment, il y eu dans la jeep rouge un bruit de plus en plus fort et, au prochain passage à niveau, nous fûmes tout à coup dépassé par notre propre roue ! La jeep continua un court moment sur 3 roue avant de se pencher à l’arrière gauche pour atterrir sur l’essieu. On récupéra la roue dans le fossé et elle fut remplacée par la roue de secours. Le frein n’était plus rond et devint si chaud qu’il fallu plusieurs arrêts avant de pouvoir arriver sain et sauf dans le bassin raide où se trouve La Paz. José était très en colère car les roues avaient été changées un jour auparavant. Son commentaire: El mechanico belongs to be killed !

Aujourd’hui Samedi, nous faisons les derniers préparatifs et achats pour le voyage vers le sud. Ce soir, nous allons charger les voitures. Demain nous partons vers 8h vers Uyuni, de là sur le grand Salar (lac salé de 100x100 km ), puis jusqu’à la Laguna Verde à la pointe sud du pays. Il est peu probable que nous puissions, de là-bas, avoir accès à internet. C’est pourquoi notre prochaine lettre ne pourra vous arriver qu’après le 20.8.

D’ici là, nous nous réjouissons à l’avance de ce voyage sûrement passionnant et plein de résultats pour nos mesures.

Amitiés de

Jan, Jochen, Martin, Philipp, Ritschie, Sepp, Steffi, Stephan und Wolfgang

 

 

 


 

Photos :


Altiplano2: Wolken treiben über die Cordillera Real (links) und lösen sich zum Altiplano hin auf
Clouds coming across the Cordillera Real (left) are dissipating when reaching the Altiplan



La Paz von Norden: Blick von El Alto in den Talkessel von La Paz
View from El Alto into La Paz valley



Landung: Philip landet unseren Flieger unweit des Titicacasees
Philip is landing our model airplane, Lake Titicaca in the background



Mannschaft am Pass: Das gesamte Team am Illimani-Pass, 4500 m
All Bolivian and German team members at the Illimani Pass, 4500 m



Titicacasee: Blick aus unserem Flieger auf Wolken über dem Titicacasee, ganz rechts die Isla del Sol (Sonneninsel)
View from our model airplane on clouds over Lake Titicaca, Isla del Sol (Sun Island) at the right



Über den Wolken: Die verschneite Cordillera Real aufgenommen aus 6700 m Hoehe, d.h. 600 m über den höchsten Gipfeln
Snow covered Cordillera Real, taken from 6700 m altitude, i.e. 600 m above the highest peaks



Wolfgang mit Chevy: Wolfgang hat sein Traumauto gefunden: Chevrolet pick-up, viel Platz, Allradantrieb, 5,4 l V8-Motor, eines unserer 4 Geländefahrzeuge
Wolfgang has discovered the car oh his dreams: Chevrolet pick-up, much space, four wheel drive, 5.4 Litre V8 engine, one of our 4 expedition cars



Wolfgang mit Kali: Wolfgang bereitet den Kali für den nächsten Start vor (Milluni, 4600 m)
Wolfgang is preparing Kali für ist next flight (Milluni, 4600 m)



Zelte im Schnee: Ritschie muss nach einer schneereichen Nacht die Zelte freischaufeln
Ritschie has to move the snow away from our tents




 MFG-Markdorf, 02.08.03